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Direkt hinter diesem Zaun könnte die Erweiterung der Kleingartenanlage sein...

Der KGV Weseresch will wachsen …

… doch die Stadt Osnabrück hat andere Pläne

 

Die Nachfrage nach Kleingärten boomt auch in der Stadt Osnabrück. Hartmut Siefke, Vorsitzender des Osnabrücker Kleingartenvereins Weseresch freut sich über die vielen Bewerber. Doch erfüllen kann er die Wünsche nicht, denn alle 207 Gärten in den fünf Anlagen sind verpachtet.

 

Dabei befindet sich der Verein eigentlich in einer komfortablen Situation. Direkt neben der Vinckeanlage, eine der fünf Kolonien des Vereins, weist der gültige Bebauungsplan Nr. 358 - Kleingartenanlage Kahle Breite - der Stadt Osnabrück aus dem Jahre 1987 eine Erweiterungsmöglichkeit aus. Rund 60 neue, heute dringend benötigte Parzellen, könnten hier sofort entstehen.

 

Die Kleingärten sind verbindlich festgeschrieben...

In der am 24. März 1987 vom Rat der Stadt Osnabrück beschlossenen Planbegründung heißt es unter anderem: „Auf Antrag des für diesen Bereich zuständigen Kleingartenvereins [Weseresch e.V.] soll nun die vorhandene Fläche und auch die nach dem Flächennutzungsplan darüber hinaus vorgesehene Fläche durch einen Bebauungsplan planungsrechtlich langfristig gesichert werden.“ […] Zu den Auswirkungen der Planungen wird ausgeführt: „Durch diesen Bebauungsplan wird der Naherholungsbereich Südlicher Schinkelberg abgerundet und ein wesentlicher Teil des Bedarfs an Kleingärten innerhalb des Stadtgebietes abgedeckt.“ Die Ausweisung wäre auch ein Ausgleich für bereits aufgegebene Kleingärten.

 

Doch nun macht die Stadt eine Kehrtwende und will durch eine Änderung des Bebauungsplanes auf den Flächen eine Wohnbebauung zulassen. Die Verwaltung hat dazu den Bebauungsplan im Verfahren Nr. 620 - Windthorststraße / Kahle Breite auf den Weg gebracht. Der Kleingärtnerverein wehrt sich vehement gegen diese Absichten und hat bereits Widerspruch eingelegt, sowohl gegen die Änderung des Flächennutzungsplanes als auch gegen den geplanten Bebauungsplan Nr. 620. 

 

Im Brief an die Stadt Osnabrück unterstreicht Hartmut Siefke die Position seines Vereins: „Die Erweiterungsfläche ist zurzeit die einzige ausgewiesene und freie Nutzungsfläche des Kleingärtnervereins, um den Bedarf an neuen Kleingärten zu decken.“ Vorgeschlagene alternative Flächen seien unzumutbar, zum Beispiel weil sie nahe einer Autobahn lägen oder direkt darüber eine Hochspannungsleitung vorhanden ist. Der Kleingärtnerverein plant bereits seit 2019 die Erweiterung der Anlage. „Es ist Eile geboten“, sagt Hartmut Siefke, „auf unserer Warteliste stehen über 100 Bewerber.“ Der Ansturm könne durch freiwerdende Gärten nicht gedeckt werden. „Zudem“, betont Hartmut Siefke, „sind die Kleingärten wichtig für den Klimaschutz in der Stadt.“ Das würden auch Experten aus Hannover und der seit 2017 vorliegende Klimabericht der Stadt bestätigen.

Der Verein ist mit seinem fristgerecht eingelegten Widerspruch nicht alleine. Auch viele Anwohner setzten sich für einen Erhalt der Grünflächen ein. In einem Artikel der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) bestätigt der Leiter des Fachbereichs Städtebau, Holger Clodius, dass die Stadt mittlerweile weit mehr als 150 "Anregungen" vermerkt habe. Weiter schreibt die NOZ: „Der städtische Auftrag, Wohnbauflächen bereitzustellen, dürfe jedoch nicht "um jeden Preis durchgeboxt" werden, betont auch Stadtplaner Holger Clodius. "Politik und Verwaltung sind Anwälte aller öffentlichen Interessen."

Unterstützung erfährt der Verein ebenfalls von Vereinen und Initiativen. Zu ihnen gehören die Bürgerinitiative Naturnaher Schinkel, die Bürgervereine Schinkel von 1912 e.V. und Schinkel-Ost, der Naturschutzbund Osnabrück e.V. und der BOB Bund Osnabrücker Bürger e.V., die Kleingartenvereine in Stadt und Landkreis Osnabrück, der Bezirksverband der Kleingärtner Osnabrück e.V. sowie der Landesverband Niedersächsischer Gartenfreunde e.V. aus Hannover.

 

Aufruf an alle Osnabrücker Gartenfreunde!

Ob der Kleingärtnerverein Weseresch erfolgreich ist, werden die nächsten Wochen und Monate zeigen. Der Bedarf nach zusätzlichem Wohnraum führt vielerorts zu einem Verlust an Grünflächen und auch an Kleingärten. Die Osnabrücker Gartenfreundinnen und Gartenfreunde sind aufgefordert mitzuhelfen, die Kleingärten in Osnabrück zu sichern und weiterzuentwickeln. Dazu bedarf es einer breiten Solidarität. Es wäre gut, wenn viele Osnabrücker der Stadt deutlich sagen: „Finger weg von den Kleingartenflächen, nein zum Bebauungsplan Windthorststraße / Kahle Breite!

Auf dieser Fläche hätte der Verein gerne die neuen Parzellen gesehen. Nun soll dort ein Neubaugebiet entstehen. Im Hintergrund ist die bestehende Kleingartenanlage zu sehen...

Zeitungsartikel NOZ vom 17.09.2020

WOHNRAUM STATT GRÜNER OASE?
Osnabrücker Kleingartenverein will sich vergrößern – aber Neubaugebiet kommt dazwischen. Den vollständigen Artikel lesen Sie hier.

Der Kleingartenverein plant 60 neue Kleingärten an der Kahle Breite.
Pressemitteilung KGV Weseresch 2020-08-2[...]
PDF-Dokument [470.7 KB]

30.09.2020:

Wir konnten dieses Jahr bereits 26 Familien mit einem Kleingarten glücklich machen. Es wurde eine Bewerberliste aufgestellt und wir möchten weiteren Gartenfreunden die Möglichkeit geben, einen Kleingarten zu bewirtschaften. Es dauert einen Moment. Und wenn es klappt, freuen wir uns.

 

Zur Zeit haben wir noch 18 Gartenfreunde auf der direkten Bewerberliste und 96 auf der allgemeinen Bewerberliste.

Ratten im Kleingarten

 

Sie sind tagsüber kaum aktiv und scheu. Sollten Sie eine sehen, so gibt es bereits ein Nest und der Kundschafter ist auf Futtersuche. 

 

Für Ratten könnte eine Kleingartenanlage ein Paradies und ein Angebot sein, sich einzunisten. Deshalb empfehlen wir:

1. Speisereste bitte immer mit nach Hause nehmen

2. Regelmäßig im Garten sein und somit Unruhe schaffen

3. Laufspuren, Kratzspuren suchen und melden

4. Spindelförmige Kotballen suchen und melden

5. Keine Lebensmittel offen stehen lassen

6. Kein Tierfutter offen stehen lassen, keine Katzen füttern

7. Kein Vogelfutter im Sommer auslegen

8. Jeden Müll sofort mit nach Hause nehmen

9. Den Kompost bitte mit Erde abdecken.

10. Jede Meldung geht an den Vorstand oder an die WhatsApp Gruppe (mit Foto)

11. Die Meldung kann auch zusätzlich an den Landkreis Osnabrück, Schädlingsbekämpfung gehen (0541-501-8113) und die Firma "von Wieding" anfordern.

12. Kein Kotstaub einatmen, Mundschutz tragen

13. Tote Ratten in der Restmülltonne entsorgen.

Hier finden Sie uns

Unser Vereinshaus:

  • Goldkampstraße 20
    49084 Osnabrück

Unsere Anlagen:

  • Schinkelbergstraße
  • Weberstraße
  • Goldkampstraße
  • Kahle Breite
  • Gretescher Weg

Kontakt

Tel: 0541 99 89 91 61 (AB)

mobil: 0171.7522709

E-Mail: vorstand@weseresch.de

Kontaktformular für Bewerbung

 

Hartmut Siefke 1.Vorsitzender
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